Montag, 16. November 2020

Zu eng in Santiago do Cacem 01.05.2011

Unser Weg führt uns weiter nördlich nach Vila Nova de Milfontes. Hier stehen wir an der Mündung des Rio Mira, der auf beiden Seiten Sandstrand hat. Doch es regnet fast ständig und wir bleiben zunächst im Womo:


Es regnete fast ständig und erst am Nachmittag wagen wir den Gang durch die sehenswerte Stadt. Samstagsnachmittags sind die Geschäfte überwiegend geschlossen so gehen wir den weiten Weg zum Fischereihafen um auch dort festzustellen, dass nichts los ist. Aber der Gang durch die Natur war klasse, denn es duftete total gut und wir haben uns über ca. 6 km bewegt. (Irgendwann wollte ich einen 3,5 km langen Rundwanderweg finden, was mir nicht gelungen ist, und jetzt haben wir den Running-Gag, dass es bestimmt der "3,5 km lange Rundwanderweg" ist. ) Vor Peters Spott bin ich halt nicht sicher!







Schließlich finden wir auch Zukunftsvisionen in Vila Nova de Milfontes. Haben uns irgendwie an deine Phase mit den Zukunftsfiguren erinnert, Leon. Heute ist das ja Vergangenheit, aber hier ist sie wieder in Erinnerung gekommen. Und diese Figur hat uns mehr als der nebenan stehende Leuchtturm imponiert.



Wir genießen die Aussicht von diesem Standort, denn die Sonne zeigt sich. 

Am Womo zurück, klopft Udo aus Marl an, der mit dem Rad unterwegs ist und uns von Plänen für seinen in Zukunft anstehenden eigenen Wohnmobilbau erzählt. Interessant, vorsichtshalber haben wir die E-Mail-Adresse ausgetauscht, denn Peter fasziniert nach wie vor jedes große Womo und ein solches soll es werden. Ich sag nur MAN!!!

Heute Morgen fahren wir weiter, wenn sich auch die Abfahrt bis Mittag hinzieht,  denn Udo kommt nochmals, dieses mal mit seinem Womo, vorbei. 

Es geht weiter und auf dem Weg kommt uns in den Sinn, dass Udo jetzt Sorge hat, irgendwo außerhalb von Campingplätzen zu stehen, aber zukünftig die Welt umreisen will. Ob das klappt???

Na ja, wir sind auf der Straße nach Santiago do Cacem. Durch Korkeichenalleen geht es voran, die meisten wurden 2010 geschält. (Wir wissen zwar, wie Korken aus den Flaschen zu bringen sind, aber wir wissen immer noch nicht, wie der Korken in die Flasche kommt!😉) 



Jetzt sehen wir nur noch ab und an Christrosen, die zuvor große Flächen im Nationalpark um Vila do Bispo an der Algarve bedeckt haben. In Santiage do Cacem wollen wir uns die historische Stadt mit Templerburgruine ansehen, ehe wir wieder zum Strand fahren wollen. Oh je, was soll ich sagen?

Ist es nicht unser Tag? Wir wissen zwar, dass man nicht immer dem Navi trauen kann, aber erst, als wir bereits im steilen Anstieg zur Burg sind, bemerken wir, dass es hier nicht geht! Zu spät! Zu eng und zu viele Balkone und Autos!

Wenn Peter nicht so ein guter Fahrer wäre, dann hätten wir wohl jetzt ein beschädigtes Womo. Er muss irgendwann zurück und 3 Leute haben ihm gezeigt wohin. Nach vorn - nix = Breite 2,20 m! Nach rechts oder links - nix = keine ausreichende Breite, um herein zu fahren! Also alles zurück!

Und wir haben die Geduld der Portugiesen strapaziert, aber die haben sie echt! Wir sind beeindruckt! Nach gefühlten Stunden sind wir wieder auf normaler Straßenbreite unterwegs und die wartenden Portugiesen lächeln immer noch und keiner hat gehupt - erstaunlich! Endlich Tuchfühlung mit Portugiesen!

Leider kann ich wegen der Aufregung erst ganz zum Schluss ein Foto schießen, das euch annährend die Situation verdeutlichen soll: 

Auf einem Parkplatz in der Nähe nehmen wir erst einmal unsere Zwischenmahlzeit ein, wir brauchen eine Stärkung 😣. Die geplante Burgbesichtigung wollen wir nicht mehr machen!

Weiter gehts durch Korkeichen und Eukalypthusbäume in Richtung Küste.
Schließlich merken wir, dass es nicht unser Tag ist, denn eine Baustelle, die so eng wie ein Fahrstreifen ist (der 2. Fahrstreifen war nur noch ein Loch), fordert unser "Abwasserknie" und einen Teil des vorderen Feststellers für die Markise. Außerdem sind der Abwasserschieber und ein Reifenventil krumm und einige Macken von den Baustellenstangen im unteren, grauen Bereich des Fahrzeugs. Aber - optimistisch wie wir sind: 
Es hätte auch passieren können, dass wir in das Loch gefallen wären! Also alles gut gegangen. Und die paar Schäden stören nicht! 
Der erste Stellplatz, den wir anfahren, passt uns nicht und somit landen wir in Melides, bzw. am Praia de Melides (Praia = Strand).



Na gut, wir stehen zwar auf einem Parkplatz am Restaurant, aber wir sind geschafft, obwohl wir vielleicht 60 km gefahren sind! Egal, wir haben schließlich Zeit!


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