Merhaba,
ja, so geht das, schon haben wir uns wieder von diesem herrlichen Platz in Sarimsakli bei Ayvalik verabschiedet. Unterwegs trafen wir nicht nur auf Flamingos...
Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten der Übernachtungsplätze, mussten wir Bademli bei Dikili durchfahren. Na, das war knapp ...
Doch wir mussten einen ganzen Tag fahren, bis zu 350 Höhenmeter überwinden, um letztendlich in Canderli zu landen. Ein kleiner Strand mit Booten von Einheimischen und in einigen Häusern wohnten hier Auswanderer. Die erste Person, die uns über dem Weg lief, war Wally aus Dortmund, seit 1995 hier wohnhaft. Wally fiel uns auf, weil sie eine Leinentasche vom Laurentius-Krankenhaus Waltrop und St. Vincenz-Krankenhaus Datteln trug. Die Welt ist doch klein - oder? Der Schwiegersohn ist Oberarzt in Datteln, Dr. Kampmann! Silvia G. oder Barbarella, ihr kennt den vielleicht oder die Schwägerin Monika kennt ihn doch ganz bestimmt? Sie wohnt hier schön und wir haben einige Zeit mit ihr gequatscht!
Zum Abend kam mit diesem Anglergefährt vorbei. Erstaunliche Technik - oder Tolibu? Wäre doch auch etwas für den Dattelner Kanal, wenn das Auto mal in der Garage bleiben soll!
Weil am nächsten Tag Nationalfeiertag und Tag der Kinder war, hatten wir die Hoffnung, im alten Hafen von Pergamon etwas zu sehen zu bekommen. Die Festung war leider nicht zugänglich und die Kinder waren offensichtlich schon wieder zu Hause, als wir gegen 11:00 h türkischer Zeit im Städtchen ankamen. Die Kinder bekommen wohl an diesem Tag Zeugnisse und das wird mit festlichen Verkleidungen gefeiert. In Bewegung, wie Kinder nun mal sind, konnte ich kein gutes Foto schießen.
Zwei Tage sind wir geblieben in dieser schönen kleinen Hafenstadt, in der gerade ein großer Industriehafen entsteht, der vermutlich diese Stadt grundlegend verändern wird. Jetzt gab es Haubentaucher und viele andere Vögel zu sehen, u. a. Stieglitze, die wir nie zuvor wahrgenommen haben.
Fischer treffen ein, Engländer kommen einen Tag hinzu und und und ....
Am nächsten Tag ging's weiter und wir mussten durch die große Industriezone um Aglia fahren. Eisenindustrie, die die Umgebung verschandelt. Und was die Industrie nicht schafft, schaffen die großen Neubauten, die vermutlich für die Arbeiter gebaut werden. Wir waren froh, endlich wieder ans Meer bei Yenifoca und Foca zu kommen. Die Luft war von Thymian schwer und das Meer duftete.
In Yenifoca haben wir Seebarsche gegessen um uns dann endgültig auf die Suche nach dem nächsten Strand zu machen.
Und wieder so ein altes Auto, das mich an Schwager Klemens erinnert hat. Der ist leider nicht im Blog!
Hier bei Foca haben wir schon mal gestanden, doch die Bucht ist bestimmt zugebaut. Damals lagen wir morgens in den Betten, als draußen ein Gesang ertönte, als wenn ein amerikanischer Militärfilm lief. Steffi und Horst, ihr ward doch dabei, als wir schließlich festgestellt haben, dass wir in ein Militärmanöver geraten
waren. Wisst ihr noch? Es hatte ein Schiff angelegt, aus dem sowohl Panzer als auch Hunderte Soldaten ausmarschiert waren. Leider fanden wir nicht diesen oder einen passenden anderen Übernachtungsplatz wieder und wir mussten noch weiter in Richtung Izmir!
Wenn wir zuvor die weidenden Schafe, Ziegen und Kühe bewundert haben und uns über ihr schönes artgerechtes Leben sehen konnten, kamen vor Izmir kleine Mastbetriebe ins Spiel. Beim Anblick der vielen Häuser und den darin lebenden 3,5 Millionen Menschen (wir haben sie nicht alle gesehen!), wurde uns klar, dass ansonsten nicht alle Fleisch bekommen können. Vegetarier werden hier eher belächelt!
Wir waren froh, dass wir Izmir per Autobahn durchfahren konnten und endlich wieder eine grüne Lunge in Sicht kam. Doch dann kam auch gleich ein Problem, denn wir waren auf die kostenpflichtige Autobahn gefahren und hatten nicht die Karte, mit der man zahlen kann. Bargeldzahlungen sind nicht möglich. Also mussten wir testen, wie hilfsbereit die Türken heute noch sind. Siehe da, ein LKW-Fahrer hielt noch, bevor wir ihn fragen konnten, löste uns aus und alles war gut. Da wir nun nicht bis Cesme kamen, sind wir Richtung Seferihisar, Teos gefahren. Grundsätzlich Neues erwartete uns, denn hier waren wir bestimmt noch nie!
Am Rande einer großen Marina haben wir gut gestanden:
Teos ist eine antike Stätte, die noch nicht vermarktet ist, ob immer oder nur in der Vorsaison, das wissen wir nicht. Aber die alte Stadtmauer und der zerstörte Dionysiostempel hat uns beeindruckt. Er soll der größte je gebaute Tempel zu Ehren des Weingottes gewesen sein.
Wo wir letztendlich gelandet sind? Na ja, wir haben den Weg nach Cesme gemacht, unterwegs an einem echten türkischen Lebensmittelladen eingekauft (wie früher - schööön) und jetzt stehen tatsächlich an einem Traumstrand von früher. Nicht immer machen wir neue Wege, denn hier waren wir schon einige Male, einmal sogar mit euch, Steffi und Horst! Die Jandarmas waren auch sofort wieder hier und haben unsere Pässe überprüft. Und Peter konnte endlich mal wieder vom "Kollega Aleman" sprechen ;)
Solange die Vorräte reichen, bleiben wir und freuen uns auf Tage, an denen wir uns der Reiselektüre widmen können.
Herzliche Grüße aus der sonnigen Türkei und für euch schicken wir ein Paar Sonnenstrahlen mit.
schöne Bilder, vor allem das Foto mit dem leckeren Fisch. Bei uns wird es langsam wärmer. Noch 14 Tage, da geht es für uns auch in die Sonne. Morgen hat Peter Geburtstag, da wird erst mal lecker gegrillt. Natürlich nicht am Strand:-)))





























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