Ciao ihr neugierigen Nasen!?
Der Platz in Punto Prosciutto ist einfach klasse, am Morgen kommt sogar der Bäcker! Und am Samstag fahren auch noch ein Gemüse- und ein Fischwagen vor, doch auch wenn es noch soooo schön ist, die Kultur ruft uns ins Leben zurück! 😎😇
Von der Küste weg, fahren wir in Richtung Taranto. Nur wenige Kilometer sind wir gefahren, als wir bereits günstig (= 1,64 €) Diesel tanken können. Dann folgt ein Supermarkt zum weiteren Auffüllen unserer Reserven und einige Zeit später ein Agrartourismo-Hof mit Wein- und Olivenölverkauf. Was brauchen wir noch? Der Wein aus Dolce ist aufgetrunken und Olivenöl haben wir auch keines mehr - wobei der Wein besonders wichtig ist - ist ja klar! 😀🍷
Taranto wollen wir nicht sehen, denn es ist groß und es soll ähnlich wie Gallipoli sein. Das war schön und damit ist es gut - wir düsen vorbei und halten auf eine "Tuffstein-Stadt" zu, sprich Höhlengebiet! Wieder gibt es in Massafra eine Mutter Gottes mit Jesu im Arm, die in einer Wallfahrtskirche stehen. Über eine große barocke Treppe können wir sie erreichen. Uns geht doch tatsächlich die Pumpe! (Wir müssen mehr schwimmen und nicht nur baden!)
Und was es auch gab - Lilo, du wirst es erahnen: männliche Engel!
Diese Höhlenkirche ist leider nur mit einem Führer zu erreichen und der hätte uns auch in die Schlucht geführt, aber wir wollen schließlich doch nicht bleiben (zu einsam!) und so bemühen wir uns nicht um eine Führung. Nur diesen Blick können wir vom versperrten Zugang aus werfen, ehe wir wieder weiterfahren.
Wir erwischen den richtigen Zeitpunkt der Abreise, denn ab ca. 16:00 h (Ende der Siesta) tobt wieder der Bär in den Straßen und kurz vorher sind wir heraus, aus der Stadt Massafra.
Kurz überlegen wir, ob wir wieder nach Matera fahren, eine Tuffsteinstadt, in der wir bereits vor einigen Jahren waren. Peter erinnert sich allerdings an die damalige Mückenplage und somit machen wir den Bogen wieder zur Küste. In der großen Bucht von Taranto gibt es doch sicherlich auch ein (lauschiges?) Plätzchen für uns!?
Irgendwer hat uns von Metaponto vorgeschwärmt, irgendwo in dieser großen Bucht waren wir auch schon vor Jahren, aber jetzt landen wir in Marina di Pisticci (N 40°19.057'/ E 016°49.895'). Steinbänke am Lungomare und jede Menge Deutsche! Egal, der Strand ist schön breit und die Saison gelaufen - zumindest für die Italiener.
Nur das Behinderten-WC steht noch - die Italiener machen alles behindertengerecht, aber wie kommt der Rollstuhlfahrer dorthin 👎😱?
Am nächsten Morgen gibt es Wind und Wolken. Was bleibt? Wir plauschen mit dem ein oder anderen Nachbarn (Was der Oberösterreicher aber eigentlich erzählt hat, verstehen wir nicht 😏!). Dann nehmen wir uns Zeit zu schmökern und erledigten mal wieder die anstehende Korrespondenz. Es regnet sogar zwischendurch⛆. Aber dann kommt der Abend - wenn das nicht zum Malen inspiriert?
Martina, das hat doch schon mal geklappt - oder? Bist du eigentlich ok? Haben lange nichts von dir gehört!
Morgens repariert Peter die Navi-Halterung bzw. konstruiert er sie neu und dann solls los gehen 🚐.
Mit den Nachbarn aus Tirschenreuth gibt es noch ein nettes Gespräch, beim Wasser tanken kommt auch der Holländer heran, die Nachbarin aus Memmingen haben wir zur Radtour verabschiedet und dann, wir wollen gerade starten, kommt ein Mann angelaufen und es entwickelte sich ein Gespräch zwischen den Männern:
"Woher kommt ihr aus RE?"
"Aus Datteln!"
"Aha, ich bin vor 45 Jahren nach Augsburg gezogen, bin aber alter Recklinghäuser."
"Aha, ich bin auch Recklinghäuser. Wo haben Sie denn gewohnt?"
"Recklinghausen - Süd."
"Wo genau? Ich komme auch aus RE-Süd."
"Grullbad!"
"Ach, ich auch! Wo wohnten Sie denn da?"
"Farnstraße!"
"Ich auch! Welche Nummer?"
"21!"
"Ich 17! Das gibts doch nicht! Kennste den oder die?"
Und es dauert und dauert!!! Die Welt ist ein Kuhdorf - oder wie sagt man noch in Deutschland? Als ich schließlich denke: Jetzt stell ich den Kühlschrank wieder auf Gas, da gibt es dann doch Abschiedsworte und viele Grüße für Recklinghausen - die ehemalige Heimat. Ja ja, so ist das...
Mensch Hermann, der konnte sich nicht an den alten Milchbauern Fuchs erinnern! Aber der Mann war 7 - 8 Jahre älter als Peter und eigentlich müsstet ihr euch kennen. Seine Mutter war eine geborene Matern. Konrad war sein Onkel, von dem er sogar die 750-er BMW übernommen habe. Und und und...
Irgendwann können wir dann doch weiterfahren 😜, dabei wurde der Strand ja eigentlich interessant, trotz all der "Ausländer" 😅. Schließlich haben wir gepackt und Brot haben wir auch keines mehr, um am nächsten Morgen zu frühstücken - also setzen wir die Fahrt fort. Und der Navi hält - die 100 Kilometer, die wir fahren, um erneut einen tollen Platz zu finden, und zwar in Lido Sant Angelo, in der Region Rossano (N 39°37-182'/ E 16°39.172'):
Es ist ein herrlicher Platz und am Abend kommen Erinnerungen an die Heimat "Ruhrgebiet" auf - seht selbst:
Das Wetter wird leider nicht besser. Wir spazieren am Morgen in den kleinen (ausgestorbenen) Ort. Die Saison ist gelaufen und es ist wirklich wichtig, dass wir uns an den Supermärkten bzw. "Centro Commerciale" versorgen, denn oft ist es wie hier in Lido Sant Angelo, alles geschlossen!
Es gibt nichts, außer diesen tollen Sarazenen-Turm:
Der ist aber auch den Aufenthalt wert - oder? Der Turm hat eine außergewöhnlich Bauweise, denn normalerweise sind sie einfach eckig oder rund. An der 780 km langen Küste Kalabriens gibt es sooo viele davon.
Am 2. Tag grüßen uns bereits die Sportsfreundinnen und -freunde. Italiener laufen viel und neuerdings fahren sie auch Fahrrad. Haben wir das schon gesagt??? In jedem Falle wissen wir (aus dem Morgenmagazin), dass die Italiener zurzeit mehr Fahrräder als Autos kaufen. Leider können wir kein Italienisch und nur mit Händen und Füßen ist die Verständigung manchmal schwierig!
Das Brot geht zur Neige und wir müssen mal wieder weiter. Besser ist das, denn ohne Versorgung ... Na ja, Wein und Olivenöl haben wir erst einmal - aber ...
Viele Lokale sind geschlossen und so müssen wir uns selbst versorgen. Italien wird dadurch im September zum günstigsten Monat im Laufe eines Jahres! Auch wenn Diesel unglaublich teuer ist!
Wir starten also erneut, um Kulturelles zu erleben. In Rossano will ich das bischöfliche Museum besuchen, doch wir kommen nicht hin. Trotz der 2 Navis werden wir durch die engsten Straßen der unteren Stadt geführt und bekommen große Augen - und Stress 😤😣! Ich komme ins Schwitzen und der Fahrer flippt insgeheim schon aus! Also wieder kehrt und schnell zurück ans Wasser
Beim nächsten Supermarkt verhandeln wir über unseren Mercedes mit einem Napolitaner (Aufmerksamkeit!) - nein, er interessiert sich für einen, aber nicht für unseren! Puh 😮😵. Nach dem Einkauf und einem Espresso (nicht ohne den Austausch der Telefonnummern) fahren wir ab und landen nur kurze Zeit später in Mirto Crosia. Hier sind wir zum 3. oder 4. Mal. Toller Strand - aber relativ starker Wellengang und kühler Wind. Egal - wir bleiben! (N39°36.250'/ E16°47.495') Es ist soooo schön hier!
Wir stehen am Lungomare, den sonst kein Wohnmobilist zu finden scheint!
Herrlich - wir wieder allein unter Italienern. Am nächsten Tag spazieren wir zur Straße. Endlich wollen wir unsere Postkarten abwerfen und Peter trifft auf den Kollega "Dorfsheriff":
In einer Salumeria versorgen wir uns. Die junge Frau spricht akzentfrei Deutsch, denn sie ist in Sundern geboren und hat dort die Schulzeit verbracht. Seit 12 Jahren ist sie nun wieder zurück in der Heimat der Eltern. Alles anders, fremd - aber jetzt geht's, erklärt sie uns! Die Tomaten-Focaccia verspeisen wir noch auf der Piazza, trinken noch einen Espresso (für 0,70 € so günstig wie nirgendwo!) und schlendern durch die Stadt, wo jetzt wieder alle Geschäfte geschlossen haben - Siesta!
Zum 1. Mal sahen wir hier Auberginen am Strauch (Blüte und Frucht zur selben Zeit!) ...
Am Nachmittag sitzen wir gemütlich am Womo, da kommt Irene zu Besuch. Ihr Guiseppe schläft gerade im historischen VW-Käfer. Sie leben in Wolfsburg und machen Urlaub. Guiseppe ist hier zu Hause und als er hinzukommt, wird es so richtig nett. Wir kochen Espresso und bekommen einen tollen Tipp dafür, den wir gleich ausprobieren. Süße auf apulische Art! Können wir dann auch zu Hause machen.
Wir verabreden uns für Montag zu einer Fahrt in die Sila. Das Gebirge, wohin die Mafia Menschen verschleppt, die nicht wieder heraus finden 🙈🙉🙊. Ihr Dudlers, ihr kennt das ja - Guiseppe hat die Nägel an der Finger länger als die anderen ... Peter will jetzt plötzlich, dass ich zukünftig "Pate" zu ihm sage und einen Nagel will er sich auch länger wachsen lassen...
Wenn ihr nichts mehr von uns hört, sind die Akkus der Handys platt und wir haben uns beim Wandern verlaufen oder der "Pate" ist übergelaufen 🙌🙌
Buongiorno Madre e Padre!!
Das ist ja spannend, was morgen wohl passiert.., wo war nochmal euer Testament?
Spaaaaß!! Passt gut auf Euch auf!
Anette... War die 'Woman@Work' Aktion für Kundinnen? Find ich super. Sage eh immer, Hornbach ist der sympathischste Baumarkt, weil sich bei euch Frauen nicht doof vorkommenden dieser 'Männerdomäne'. Freut ihr euch schon auf Zuhause, auf die schöne dunkle Jahreszeit?
Ich schon...
Dicken Kuss
Euer Ziggel
Ihr Lieben,
vielen Dank für die schönen Erlebnis Bilder.
Wir sind zurück und hatten auch einen schönen sonnigen Südtirol Urlaub.
jetzt ist ausräumen und aufräumen angesagt. Die Zeit ist knapp denn ich muss Dienstag schon wieder nach Gelnhausen fahren.
Euch weiterhin einen schönen Urlaub! Horst hat aus Südtirol auf Peters Handy eine SMS geschickt.
Liebe Grüße von Steffi und Horst
Hallo Ihr beiden!
Herrliche Strände...!
Ich hätte einen Vorschlag zu der unbekannten Pflanze: Stechapfel?!
Ist hochgiftig und kann zu starken Halluzinationen führen. Wikipedia sagt: Es kann zu Horrortrips und
Selbstverletzungen führen, die Rauschwirkung hält mehrere Tage, manchmal sogar Wochen an... bleibt lieber beim Wein!
Ich habe übrigens von Euch geträumt - Ihr kamt zurück und hattet aus Italien einen Hund mitgebracht. Der konnte aber nur italienisch, deswegen kam eine Nachbarin ins Spiel (aber eine aus einer früheren Wohnung), die hat mit dem Hund gesprochen. Ihr seht, alles vollkommen chaotisch - es war aber kein Stechapfel (und auch kein Wein)im Spiel.
Liebe Grüße
Lilo

































Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen