Samstag, 30. Januar 2021

Auf nach Granada 28.03.2014

Buenos Diaz ihr Lieben!

Mensch, was wir zwischenzeitlich alles erlebt und gelernt haben 💯 ... Wir starten voll mit Eindrücken aus Cordoba und machen uns auf den Weg nach Granada. 


Weil wir nicht direkt von einer Stadt in die nächste wollen, machen wir auf der Strecke Station in Alcaudete, einer typischen andalusischen Kleinstadt mit Burg und Pilgerkirche. Auch hier führt ein Camino nach Santiago de Compostella. Die ganze Strecke entlang sehen wir Ölberge, Olivenbaum an Olivenbaum in Reihe und Glied von einem Berg bis zum nächsten. Das haben wir nicht geahnt, obwohl wir doch so gerne Olivenöl nutzen und eingelegte Oliven naschen.




Am Fuße dieser Burg stehen wir ideal und so gehen wir in die kleine Stadt mit einem alten Ortskern. Es ist Tischzeit in Spanien (zwischen 14:00 und 16:00 h) und ideal, um ein paar Tapas zu essen. Tapas bekommen wir hier in Andalusien meistens kostenlos, wenn wir alkoholische Getränke bestellen 👆. In kleinen Orten ist das immer noch so und diese kleinen Gerichte sind sehr schmackhaft. Wir finden eine Tapas-Bar und sehen, dass hier viele Servietten vor dem Tresen liegen. Wir haben gelernt, dass es ein Zeichen von guter Qualität ist, wenn viele Serviette zerknüllt auf den Boden liegen. Hier gibt es viele zufriedene Gäste! Und es stimmt! Es schmeckt natürlich herrlich in dieser Tapas-Bar, fernab vom Tourismus.




Der Abend endet mit einem tollen Sonnenuntergang über den Olivenhainen Andalusiens:



Am Morgen geht's weiter, Granada wir kommen! 
Granada, der Traum aus 1001 Nacht, hat ca. 350.000 Einwohner und liegt am Rande der Sierra Nevada auf ca. 680 m Höhe. Von Poeten wurde die Stadt schon als "irdisches Paradies" und "schönste Stadt der Welt" gepriesen. Noch sind wir verhalten, denn Großstädte sind nicht so unser Ding, aber Granada, das muss mal sein. Schließlich steht hier die Alhambra, nach Rom das zweitmeist besuchte Monument Europas, ein "Weltkulturerbe".

Da  wir nicht innerhalb der Stadt stehen wollen, haben wir bereits von zu Hause aus einen Campingplatz für 3 Übernachtungen gebucht. La Zubia liegt südlich Granadas, das wir über die Umgehungsstraße ohne Probleme erreichen können. So, das wäre geschafft. Der Campingplatz ist super und hat gleich vor der Tür die Bushaltestelle. Peter macht gleich eine Waschmaschine voll und dann bereiten wir uns vor. An der Rezeption lassen wir uns die Eintrittskarten für den Besuch der Alhambra am Donnerstag reservieren. Ohne Reservierung könnte uns der Eintritt verwehrt werden! Wir gehen auf Nummer sicher!

Mittwoch Morgen, die Nacht war ruhig und kühl. Die Heizung läuft auf Strom mit und so empfinden wir die Temperatur beim Frühstück als angenehm 😄. Wir brauchen uns also nicht um den Gasverbrauch sorgen! Der Rucksack ist gepackt, der Stadtführer im Gepäck und gegen 11:00 h fahren wir mit dem Bus in die Stadt.

Granada, eine Studentenstadt, in der ca. 4000 aus Europa, Amerika und Asien kommende Menschen spanisch lernen. Dann noch die vielen Emigranten aus Nordafrika, eine kosmopolitische Atmosphäre empfängt uns. Wir lassen die Stadt auf uns wirken, die von Juden, Mauren, Nasriden (muselmanische Herrscherdynastie) und katholischen Königen erbaut wurde. 

Zunächst durchlaufen wir die Stadt, um zum Albayzin zu kommen. Ein Stadtteil, der laut "Reise know how" ein gigantisches Monument der intimen Lebensweise der granadinischen Muselmanen darstellt. Wir bezwingen den Hügel San Miguel und staunen....



 

 



Alhambra








Vom Hügel zurück, der uns zeigt, wie die Menschen hier leben und beste Aussichten auf die Alhambra und die Stadt bietet, kommen wir zu den Straßen mit den Kunsthandwerkern. 

Viel Keramik ist zu sehen und Gitarren werden in Handarbeit erstellt, zwei typische Kunsthandwerke Granadas. Das ebenfalls hier typische Kunsthandwerk der Intarsienarbeiten ist ebenfalls faszinierend. Tische, Schatullen, Schachbretter und vieles mehr wird meist in verschiedenfarbigem Holz erarbeitet und auch Permutt und Muscheln (manchmal sogar Elfenbein) werden eingelassen.





Während wir uns stärken, schauen wir den Menschen in ihrer Siesta zu ... 





Tapas-Bar am Plaza Nueva


... bevor wir gewaltige Bauten Granadas bestaunen:







Auf der Plaza an der Kathedrale Santa Maria de la Encarnacione mit der königlichen Grabkapelle "Capilla Real" (hier liegen u.a. das katholische Königspaar Ferdinand und Isabella) begleitet der Mann den Gesang des Kindes. Gänsehautfeeling, der Kleine singt lautstark und klar zu einer Flamencomelodie und die großen Mauern lassen den Gesang gewaltig erscheinen. Leider kann ich das Video hier nicht hochladen. 😩 Es sind leider zu viele Daten! 

Wir latschen uns die Füße in Granada platt (und das ohne Latschen 😉), in der tollen, quirligen Stadt, die uns gefällt. 

Puh, für morgen steht die Alhambra auf unserem Plan, da kommen nochmals soooo viele Eindrücke. Wir müssen uns ausruhen, von den Mühen des Tages. Apropos zu den spanischen Mühen, da haben wir noch etwas zunächst Lustiges...

 

... das dann aber doch ein dramatisches Ende nimmt. Von der zerschlagenen Heckscheibe eines Mercedes und den 3 Verletzten habe ich kein Foto gemacht. Der Kellner versichert uns, dass so ein Transport nicht normal wäre, auch nicht in Spanien! 

Bis Morgen ihr Lieben, wenn Sultan und Sultanine sich aus der Alhambra melden, weil die Reiseleiterin zwar vom besten Fahrer der Welt sehr gelobt wird, aber jetzt doch die Finger blutig geschrieben hat.

Also: Nur Geduld und Adios sagen eure GuPs

Feedback für den Eintrag "Auf nach Granada!"

derkleine1963 [Mitglied]
29.03.14 @ 07:56

Buenos Díaz 👋👋
Beinahe hätte ich Mitleid mit euch bekommen.... Aber dann bin ich dahinter gekommen, dass das mit den "Mühen" doch nur Quatsch ist 😊 Vielen Dank für's visuelle Mitnehmen!!!!!! Mir gefällt's bei euch sehr gut 😎; Viel Spaß weiter und immer schön auf die spanischen Schwebebetten achten, ne! 

Muchos cordiales saludus

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