Die Alhambra ist das wertvollste und bekannteste Baudenkmal von Al-Andalus. Auf arabisch bedeutet ihr Name "Die Rote". Sie ist viel mehr als nur eine Palastanlage und teilt sich in 3 Teile auf: Die Generalife sind die Gärten, die Alcazaba, die Festung und die nasridischen Paläste die Räume der Herrscher. Die Alhambra ist das Wahrzeichen Granadas und "Weltkulturerbe". Sie wurde vom 9.- 15. Jh von Muslimen erbaut und später von den katholischen Königen und dem Kaiser Karl V. verändert.
Es dauert nur ca. 20 Minuten durch die Straße der Gitanos (Kunsthandwerk des Gitarrenbaus) aufwärts, wir haben noch Zeit, uns in einem Restaurant zu stärken (schlechte Entscheidung= einfaches aber sehr teures Essen 😒!) und wir stehen vor dem Ticketcenter, um unsere Reservierung in Tickets umzutauschen. Alles geht punktgenau, vor der gebuchten Zeit heißt es: "Du kommst hier nicht rein!". Aber gut, so haben wir auch noch Zeit, den nächsten freien Audio-Guide zu bekommen. Und der ist bei der Vielzahl von Eindrücken sehr wichtig!
14:00 h, es geht los! Schon bei der Reservierung wurden uns die Ablaufzeiten für die Generalife, die Alcazaba und die Paläste genau vermittelt und daran halten wir uns.
14:15 h Generalife:
Noch gibt es keine Blütenpracht ohne Ende, aber die Zypressen in ihren geometrischen Schnitten beeindrucken. Jetzt wissen wir nicht genau, haben die Holländer diese Gartenidee von den Spaniern oder umgekehrt? Immer wieder haben wir nämlich die Vorgärten von Oudorp vor Augen und es sind hier auch viele Holländer unterwegs... Im Sommer oder so fahren wir nochmals gemeinsam nach Holland, nicht wahr ihr Dudlers? Auch wenn es dort keine Orangenbäume gibt!
15:30 h Alcazaba:
Auf dreieckigem Grundriss befinden sich solide alte Wehrmauern und mehrere rote Türme. Die meisten sind eckig, doch einer ist rund und von dem genießen wir die Aussicht ins Tal mit der Stadt Granada und auf die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada. Im Turm der Vela geht es weiter nach oben, zur alten Glocke und den Flaggen.
Noch kurz vor den nasridischen Palästen schauen wir in den Palast Karl V. Ein beeindruckender Renaissancebau aus dem 15. Jh. Außen eckig und innen rund! Prunkvoll und mächtig wollte sich Karl V. hier im Sommer niederlassen.
Zum Glück haben sie die nasridischen Paläste nicht zerstört und wir müssen zum Eingang.
Wir sind zu früh und plauschen noch mit Amerikanern aus Visconsin/Chicago. Sie spricht deutsch und erzählt uns ihr halbes Leben in 10 Minuten! So nette Amis, wie Susan (55) und Jim (62), haben wir damals in Amerika gar nicht kennengelernt. Sie schienen gar nicht oberflächlich, aber vielleicht lag es daran, dass sie mit einem Deutschen 20 Jahre verheiratet war. Bekommt man heute so nette Kontakte in Amerika, Schlappens?
16:30 h nasridische Paläste:
Die filigrane Baukunst beeindruckt uns und wir stellen uns vor, wie das Leben in den Palästen wohl verlaufen ist. Sicherlich sahen die Herrscher etwas anders aus als wir. Alles erinnert uns aber auch an Marokko, wo wir ebenfalls einige Paläste gesehen haben, aber hier haben wir wieder das Gefühl etwas einzigartiges und filigranes an Bauweise zu sehen. Seht selbst und lasst euch von uns visuell mitnehmen, wie du so schön gesagt hast, Silvia. (Wie geht es dem Ralle? Ist er schon aus dem Krankenhaus heraus? Trotz all dem unerwarteten Prunk bleiben einem halt doch Alltagsgedanken...)
Die Veränderungen seit der Herrschaft der Katholiken zeigt, wie grobschlächtig doch deren Arbeiten sind. Hier die Holzdecke von Karl V:
Wir dürfen ins Bad der Herrscher, aber nicht fotografieren. Das wusste ich nicht, als ich diese Wärmebank schon fotografiert habe 😇.
Und überall Innenhöfe, die den Hauptteil muslimischer Wohnungen darstellen und Aussichtspunkte ins Tal und in die Gärten:
Dann nach ca. 4 Stunden haben wir den Ausgang erreicht. Durch die breit angelegte Parkstraße, an der Statue von Karl V. vorbei, erreichen wir das Eingangstor mit dem kaiserlichen Wappen und den aufgebrochenen Granatäpfeln und sind wieder in der Straße der Gitanos angekommen.
Die Neuzeit hat uns wieder 😎. Noch ein Bier mit Tapas in unserer Bar auf dem Plaza Nuevo und dann geht's wieder zurück zum Campingplatz. Leute, wir hoffen, dass wir euch mit diesen Eindrücken nicht erschlagen. Wir müssen sie erst einmal sacken lassen.
Heute, 2 Tage später, stehen wir am Strand von Granada, in Motril, allerdings regnet es. Aber das ist jetzt mal nicht so schlimm, denn bisher hatten wir nur gutes Wetter und vor 3 Jahre waren wir schon mal hier.


Der Platz hat sich verändert, ist aber noch schön. Es wurden zwischenzeitlich ein großes Restaurant und eine Kit-Schule hier eröffnet. Aber, er wird uns in schrecklicher Erinnerung bleiben, denn ...
... in der Nacht hat uns ein Stein erwischt 😒😱
Friedlich im Tiefschlaf liegend macht es um 2:45 h einen lauten Knall und alles war wieder ruhig. Peter schimpft sofort lautstark aber wir sehen niemanden mehr.
Nur das ist übrig geblieben, was wir nun irgendwie und irgendwann wieder reparieren lassen müssen:
Dagegen ist ein Regentag doch Peanuts 😏🌂
Aber wir lassen es uns nicht vermiesen. "Es hätte schlimmer kommen können", sagen wir uns. Aber eine weitere Nacht bleiben wir nicht hier, denn wir wollen ja auch nichts und niemanden herausfordern.
Wiebils, wie ihr seht, sind auch wir schwer beeindruckt von der Alhambra. Man kann heute nur noch 1/2 Tag hinein. Aber die Zeit war ok. Tolles Monument, was tatsächlich jede und jeder einmal sehen sollte. Aufgrund der frühen Jahreszeit war die Blütenpracht natürlich noch nicht so groß, die kommt dann im April/Mai mit den
Rosen.
Li, wir freuen uns, dass du am Ball bleibst und so werden wir uns auch irgendwann einmal in Hamburg sehen ✌👀
Cilli, wieder gesund? Von Ziggel sind wir auf dem Laufenden gehalten worden.
So, allen ein tolles Wochenende ohne Zwischenfälle und wenn ihr genug Sonne gehabt habt, dann schickt sie doch einfach wieder zu uns zurück 😉
DANKE UND GRAZIAS
👋👋👋👋